Räuchermischungen – Aktuelle Gesetzeslage in Deutschland

Angepriesen werden sie als Räuchermischungen oder Badesalze, doch eigentlich handelt es hier um Legal Highs. Damit gemeint sind psychoaktive Substanzen, welche geraucht, geschluckt oder anderweitig konsumiert werden, um einen Rausch herbeizuführen.

Die aktuelle Gesetzeslage sieht so aus, dass diese Substanzen wie auch LSD oder Ecstasy durch das Betäubungsmittelgesetz verboten sind. Die Problematik liegt jedoch darin, dass nur einzelne Stoffe immer wieder in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen werden können. Dies bedeutet im Klartext, dass ein Hersteller einen Stoff nach dem Verbot einfach leicht abändert und es bis zum nächsten Verbot wieder „legal“ verkaufen kann. Da es unendlich viele Möglichkeiten gibt, die Stoffe chemisch zu verändern, findet seit Jahren ein Katz- und Mausspiel statt.

Kräuter- und Räuchermischungen Shop

Von den Händlern werden die Produkte in Form von Badesalzen oder Räuchermischungen, die in Räucher- und Kräutermischungen Shops online bestellt werden können, als vermeintlich harmlos und unter lustig klingenden Namen angeboten. Dass die Substanzen keinesfalls so harmlos sind, wie sie angepriesen werden, geht auch aus zahlreichen Berichten von Konsumenten hervor. Zudem sind aus dem Jahr 2015 bereits über 30 Todesfälle bekannt, die durch die Legal Highs verursacht wurden.

beste-rauchermischungen

„Spice“ war das erste Legal High, das öffentlich Aufmerksamkeit erregte. Es ist in seiner Wirkung ähnlich wie Cannabis. Spice ist inzwischen zwar verboten, jedoch gibt es mittlerweile zahlreiche andere Rauschmittel in Form von Räuchermischungen auf dem Markt. Und diese können immer noch problemlos 24 Stunden online in einem Räucher- und Kräutermischungen Shop bestellt werden. Mehr Info unter: raeuchermischungen-legal.eu/Limited-Edition/Raeuchermischung-Hexensabbat-4-Gramm.html

Arznei- und Betäubungsmittelgesetz

Bis vor zwei Jahren versuchten die Behörden auch noch, sich das Arzneimittelgesetz zur Hilfe zu nehmen. Darin werden strenge Regeln rund um den Handel sowie den Verkauf von bestimmten Substanzen vorgesehen. Somit wurden die Legal Highs eine Zeit lang als Arzneimittel angesehen. Doch dem setzte der europäische Gerichtshof Mitte 2014 ein Ende. Denn Legal Highs dürften nicht als Arzneimittel eingestuft werden, da sie der Gesundheit nicht zuträglich seien. Bei den Kräutermischungen, in deren Bezug dieses Urteil gefällt wurde, sei dies der Fall, denn sie enthalten gesundheitsschädliche Substanzen, die einen Rausch hervorrufen sollen.

Nun werden also einzelne Stoffe immer wieder dem Betäubungsmittelgesetzt unterstellt, wodurch in Bezug auf die Legal Highs eine große Lücke zur Regulierung entstanden ist. Um dem Ganzen endgültig ein Ende zu setzen wurde Anfang Mai 2016 ein Gesetzesentwurf beschlossen, um den Handel, Besitz und Konsum der Legal Highs besser regeln zu können. Durch das neue Gesetz sollen ganze Stoffgruppen verboten werden können und sowohl der Vertrieb, Besitz als auch Konsum unter Strafe gestellt werden.